:tiere-hunde:

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Seit ich mich erinnern kann, war da ein Hund in meiner Familie. Da war ich noch ganz klein war unser erster Hund, die "Hexe", eine Mischlingshündin, mit größeren Schäferhundanteilen. Ausgesehen hat sie wie eine richtige Streunerin, Schlappohren, struppiges Fell, aber lieb und anhänglich. Kamphund - BlödsinnLeider hat sie früh ein trauriges Ende gefunden. Eines Abends sind meine Eltern ins Kino in Pfaffstätten gegangen (ja, das hats damals gegeben) und die Hexe ist ihnen scheinbar gefolgt. Irgendjemand hat sie dann aus dem Kino geschmissen und sie hat sich wieder auf den Heimweg gemacht. Offensichtlich hat sich irgendein Besoffener von ihr bedroht gefühlt und sie mit einem Stein erschlagen. Am nächsten Tag haben wir sie dann in der Nähe unseres Hause im Strassengraben gefunden. Da habe ich dann das erste Mal den traurigsten Aspekt der Haustierhaltung erlebt, dass man nämlich die meisten überlebt und betrauert.

Danach hatten wir in Pfaffstätten noch einen weiteren Schäfermischling, der mir kaum noch in Erinnerung ist. Nach der Übersiedlung ins Haus in Traiskirchen, kam dann "Tasso", an den kann ich mich noch ganz gut erinnern. Erstens war ich dann schon ein Teenager und zweitens hat der mich eines Tages gebissen, als ich ihm seine Futterschüssel hingestellt habe. Nach der Tetanusspritze, die ich dann erhalten habe, bin ich das einizige Mal in meinem Leben in Ohnmacht gefallen. Wie sich später herausgestellt hat, war Tasso krank, er hatte einen Gehirntumor und daher nicht schuld, dass er mich gebissen hat.

Überhaupt ist für mich klar, dass die vereinzelten Horrormeldungen über Hunde, die Kinder beissen, nur Hunde betreffen können, die krank sind. Entweder physisch, wie Tasso, oder aber psychisch, bedingt durch falsche Haltung und Erziehung. Leider gibt es viele Leute, die sich einen Hund aus allen möglichen Gründen halten, nur nicht aus Tierliebe.

Deutscher JagdterrierDann immer dieses Gerede von den "bösen Kampfhunden". Ich vergleiche das immer mit einem Messer, mit dem kann einer sich Butter aufs Brot streichen, ein anderer seine Frau abstechen. Ist dann das Messer böse? Nachdem ich elf Jahre lang einen Rottweiler hatte trifft mich das besonders. Luka, hieß er, war ein ganz lieber, lammfrommer Hund, der aufs Wort gehorchte, der liebste aller meiner Hunde war und den ich noch immer vermisse.

Wenn ich gerade "aufs Wort gehorchte" schreibe, bringt mich das auf unseren jetzigen Hund "Struppi", der alles andere ist als gut erzogen, aber trotzdem ein lieber Hund. Aber er ist halt ein Terrier (deutscher Jagdterrier)und die sind halt schwer zu erziehen, sagt man und ich kanns nur bestätigen. Diesen Hund an der Leine zu führen kann zum Horror werden. Er zieht wie ein Husky und wenn da ein anderer Hund vorbeikommt ists überhaupt vorbei. Nicht dass er bösartig wäre, aber er will mit jedem spielen und dass der andere nicht will, spielt keine Rolle. Und ich am anderen Ende der Leine, bin dann sowieso völlig zweitrangig. Von der Leine lassen kann ich ihn aber auch nicht, weil dann ist er weg. Da kannst schreien was Du willst, da ist er ein Staubwolke. Da haben wir ihn schon mal vom Tierschutzheim wiedergeholt, oder am Land draussen ist er dann nach Stunden wieder gekommen. Aber sonst ist er ein lieber Hund.

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